„Araber Journal“ schrieb in der Ausgabe 08/2006 zum Turnier in Aachen:

Schwarz oder weiß?

Auch die M-Dressur hatte in der Abteilung der Vollblut- und Shagva-Araber immerhin noch sieben Starter, wenngleich die Wertnoten im Vergleich zu den Anglos und Halbblütern doch weit geringer ausfielen. Hier fällt der direkte Vergleich zu einem Saalekönig oder Neesahn dann doch immer eher negativ aus. Sieger wurde der Allround-Classic-Europameister von 2002, Kahal unter seiner Reiterin Karin Zeevenhoven aus den Niederlanden. Der schicke Schwarze lag knapp vor seinen „Landsleuten“ Emma Stuive und Aurilla Gold, die durch ihre gelungenen Traversalen die Eleganz des Ambers unter Beweis stellten. Beste Deutsche wurde S. Linzen mit Jaminah, die sich durch eine solide und präzise gerittene Dressuraufgabe auf den 3. Platz vorarbeiteten.

Die Klassen der Anglo- und Halbblutaraber waren weit geringer besetzt als die der Vollblut- und Shagva-Araber, so daß man sich getrost überlegen sollte, ob nicht die Shagvas in der „anderen“ Abteilung starten sollten, zumal sie ja auch den Anspruch einer speziellen „arabischen Reitpferderasse“ haben. Was die Halbblutaraber angeht, so waren wenigstens 25 Prozent arabischer Blutanteil gefordert, was im Pedigree ja auch erfüllt sein mag – im Erscheinungsbild kamen bei so manchem Teilnehmer dann doch eher Zweifel auf, wo denn hier der Einfluß des Arabers stattgefunden haben sollte. Keinen Zweifel daran ließen jedoch der Trakehner Saalekönig und der Anglo-Araber Neesahn offen, sie zeigten sich beide kraftvoll, elegant und in sehr schöner Manier, wobei es schwer war zu sagen, ob man dem Schimmel oder dem Rappen den Vorzug geben sollte