Juni 2012 Im Pinneberger Tageblatt erschienen:

Ausbildung im klassischen Stil

Von Rolf Röhling

Pinneberg. Auf dem Pferdehof Callsen in Pinneberg ist wieder Leben eingezogen. Verantwortlich dafür ist Monika Waldeck, die die Anlage an den Fischteichen von Maren Callsen gepachtet hat und dort neben der Pferdezucht auch eine Ausbildungsanlage für Reiter und Pferde aufbauen möchte. „Ich bin froh, eine solche Pächterin gefunden zu haben“, erklärte dann auch der Immobilienmanager Frank Schmuggerow aus Pinneberg.

Die ersten Grundlagen für das Vorhaben von Monika Waldeck sind schon vielversprechend: Mit dem Ausbilder Andreas Brandt hat die Pächterin einen Berufsreiter FN an ihrer Seite, der insbesondere die Dressurausbildung übernehmen wird, und mit Jan Fischbach, ebenfalls ein Reitlehrer FN und Pferdewirtschaftsmeister Zucht und Haltung, steht ein Ausbilder zur Verfügung, der für die Zucht und die Springausbildung verantwortlich ist. Zusätzlich gibt es mit Katrin Bille und Nina Jechke zwei Auszubildende, die in vielen Dingen „Mädchen für alles“ sind. Andreas Brandt hat seine Ausbildung zum Berufsreiter bei Peter Busch vorgenommen, dem ehemaligen Deutschen Meister der Berufsreiter. Brandt war viele Jahre auf dem Gestüt Grönwohld tätig, hat als Ausbilder in Japan und Spanien gearbeitet und bildet Pferde bis zur Grand Prix-Reife aus. Jan Fischbach hat seine Ausbildung auf dem renommierten sächsischen Haupt- und Landgestüt Graditz gemacht und hat seit über 20 Jahren Erfahrung in der Zucht- und Pferdehaltung. „Mit diesem personellen Angebot kann ich den Bedürfnissen von Reitern und Pferden auf der Anlage voll Rechnung tragen“, sagte Monika Waldeck.

Daneben verfügt sie über eine ganze Reihe von Lehrpferden und bietet den Reitern auch Boxen zur Unterstellung von Pferden an. Insgesamt stehen 59 Boxen zur Verfügung, eine Bewegungshalle von 20 mal 20 Meter, eine Reithalle von 20 mal 60 Meter sowie gut 18 Hektar Weideland. An einer Geländestrecke wird im Moment gearbeitet. „Wir bieten unseren Einstellern einen Komplettservice an“, sagte Andreas Brandt. Neben der Ausbildung von Reitern und Pferden gibt es täglichen Weidegang für die Pferde, eine Solaranlage für die Vierbeiner und das zusätzliche Angebot einer „guten harmonischen Stallgemeinschaft“. Von 275,- Euro bis 300,- Euro reicht das Preisangebot des neu benannten Ausbildungs- und Reitsportzentrums HIPPO Promotion.

„Bei uns sollen sich Pferde und Reiter wohlfühlen“, erklärte Monika Waldeck. Wir bilden aus in Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Die klassische Ausbildung im modernen Turniersport ist kein Gegensatz, sondern die Erfolgskombination, erklärten die Reitlehrer. Und schließlich will die gesamte Mannschaft vor allem die Nachwuchsausbildung betreiben. „Hier liegt die Zukunft der deutschen Reiterei, daher haben wir ein besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche gelegt“, stellte Monika Waldeck fest.

Schließlich hat die in Hamburg als General Manager im eigenen Unternehmen tätige Monika Waldeck auch noch die Pferdezucht auf ihrem Programm in Pinneberg. Mit dem gekörten Trakehner Hengst „Saalekönig“ steht auf ihrer Anlage ein Schimmel, der in diesem Jahr M/A-Prüfungen in der Dressur gehen soll und als Beschäler begehrt ist.

Wer Interesse hat, sollte sich auf der Anlage einmal umschauen oder sich telefonisch anmelden unter (040) 41434700. Eingeladen sind alle Pferdefreunde, Reiter und Pferdezüchter zu einem „Tag der offenen Tür“ am Sonntag, den 18. Juni, ab 11 Uhr.